Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Kostenlos heißt oft: kostenlos unter Bedingungen, zum Beispiel mit regelmäßigem Geldeingang.
- Eine Prämie für Neukunden gibt es meist nur, wenn du das Konto eine Zeit lang aktiv nutzt.
- Beim Wechsel hilft dir die Bank per Gesetz: Daueraufträge und Lastschriften ziehen mit um.
- Dein Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Kontoführung
Prüf, ob das Konto ohne Bedingungen kostenlos ist oder nur mit Geldeingang, Altersgrenze oder Mindestzahl an Zahlungen.
Karten
Schau, welche Karte dabei ist und ob sie extra kostet. Das gilt für die Girocard ebenso wie für Debit- oder Kreditkarten.
Bargeld
Wichtig ist, wo du kostenlos Geld abheben kannst: am eigenen Automatennetz, bei Partnerbanken oder auch im Ausland.
Prämie und Bedingungen
Lies, was du für die Prämie tun musst und wann sie ausgezahlt wird. Fehlt eine Bedingung, gibt es oft nichts.
Dispo
Überziehst du dein Konto ab und zu, achte auf den Zinssatz für den Dispo und für die geduldete Überziehung.
Filiale oder App
Brauchst du Beratung vor Ort, Einzahlungen am Schalter oder reicht dir eine gute App? Danach richtet sich die Auswahl.
Inhalt dieser Seite
Ein Girokonto brauchst du für fast alles: Gehalt, Miete, Lastschriften und Kartenzahlungen. Viele Banken werben mit einem kostenlosen Konto oder einer Prämie für den Wechsel. Beides kann sich lohnen, wenn du die Bedingungen kennst. Hier steht, worauf es ankommt und wie der Wechsel nach Gesetz abläuft.
Was ein Girokonto kosten kann
Die Kosten verteilen sich auf mehrere Posten. Da ist zuerst die Kontoführung, also ein fester Betrag pro Monat. Dazu kommen Karten: Die Girocard ist nicht überall kostenlos, und auch eine Debit- oder Kreditkarte kann extra kosten. Weitere Posten sind Überweisungen auf Papier, Bargeld an fremden Automaten und Zahlungen in fremder Währung.
Vor dem Abschluss muss dir die Bank alle Entgelte in einer Entgeltinformation mitteilen, und zwar kostenlos. Lies sie in Ruhe. Dort siehst du schwarz auf weiß, was im Alltag wirklich anfällt.
Kostenlos, aber unter Bedingungen
Ein kostenloses Konto ist oft an Bedingungen geknüpft. Häufig ist das ein regelmäßiger Geldeingang pro Monat. Manche Banken zählen dabei jede Überweisung von einem anderen Konto, andere nur ein echtes Gehalt oder eine Rente. Fehlt der Geldeingang, berechnet die Bank für diesen Monat die normale Kontoführung.
Andere Banken machen das Konto für junge Leute, Azubis oder Studierende kostenlos. Ab einer Altersgrenze wird es dann meist kostenpflichtig. Wieder andere verlangen eine Mindestzahl an Kartenzahlungen. Prüf also, ob ein Konto kostenlos ist und ob du die Bedingung jeden Monat sicher erfüllst.
Girokonto mit Prämie
Viele Banken zahlen Neukunden eine Prämie. Dafür gibt es fast immer Bedingungen:
- Du darfst in einer bestimmten Zeit vorher kein Konto bei dieser Bank gehabt haben.
- Du nutzt das Konto aktiv, zum Beispiel mit Geldeingängen oder Kartenzahlungen.
- Du erfüllst die Bedingungen innerhalb einer Frist.
Manche Banken verlangen zusätzlich, dass du den digitalen Wechselservice nutzt. Die Prämie kommt meist erst nach einigen Monaten. Rechne deshalb so: Was kostet das Konto, wenn die Prämie ausgezahlt ist? Ein Konto, das danach Gebühren kostet, kann über die Jahre teurer sein als ein Konto ohne Prämie.
So läuft der Kontowechsel nach Gesetz
Seit dem Zahlungskontengesetz müssen Banken dir beim Wechsel helfen. Du gibst deiner neuen Bank eine schriftliche Ermächtigung. Danach läuft es so:
- Die neue Bank fordert die alte Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen auf, die Daten zu schicken.
- Die alte Bank schickt die Listen deiner Daueraufträge und Lastschriften innerhalb von fünf Geschäftstagen.
- Die neue Bank richtet deine Daueraufträge innerhalb von fünf Geschäftstagen nach Erhalt der Listen ein.
Auf Wunsch informiert die neue Bank auch die Firmen, die von deinem Konto abbuchen oder dir Geld überweisen. Dein altes Konto kündigst du erst, wenn alles auf dem neuen Konto angekommen ist.
Dispo und Sicherheit
Überziehst du dein Konto, kostet das Zinsen. Die Sätze unterscheiden sich von Bank zu Bank deutlich, und ohne vereinbarten Dispo wird die geduldete Überziehung meist noch teurer. Nutzt du den Dispo über längere Zeit stark, muss dir die Bank eine Beratung zu günstigeren Möglichkeiten anbieten.
Dein Guthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, bis 100.000 Euro je Kunde und Bank. Und wer bei einer Bank kein normales Konto bekommt, hat einen Anspruch auf ein Basiskonto.
Direkt bei einer Bank eröffnen
Neben dem Vergleich kannst du ein Konto auch direkt bei einer Bank eröffnen. Hier auf der Seite findest du dafür einen Link zum Girokonto der C24 Bank. Das ist keine Empfehlung: Prüf die Kosten und Bedingungen dort genauso wie bei jedem anderen Konto.
Vergleichen und wechseln
Im Vergleich gibst du an, wie du dein Konto nutzt, und siehst Angebote verschiedener Banken. Nicht jede Bank am Markt ist dabei. Wie wir vergleichen, steht unter So vergleichen wir. Wie wechselklug sich finanziert, erklären wir unter So verdienen wir Geld.
Checkliste vor dem Abschluss
Zum Abhaken, bevor du abschließt. Es wird nichts gespeichert.
Typische Fehler
Nur auf die Prämie schauen
Eine einmalige Prämie hilft wenig, wenn das Konto danach Gebühren kostet. Achte zuerst auf die laufenden Kosten.
Bedingung für den Geldeingang übersehen
Manche Banken zählen nur echte Gehalts- oder Renteneingänge. Prüf vorher, ob dein Geldeingang dazu passt.
Altes Konto zu früh kündigen
Kündige erst, wenn alle Lastschriften und Daueraufträge über das neue Konto laufen. Sonst platzen Zahlungen.
Prämien-Frist verpassen
Viele Prämien gibt es nur, wenn du Bedingungen innerhalb einer Frist erfüllst. Trag dir die Termine ein.
Häufige Fragen
Wann ist ein Girokonto wirklich kostenlos?
Wenn weder für die Kontoführung noch für die Karte und die üblichen Buchungen Entgelte anfallen. Viele Banken knüpfen das an Bedingungen, zum Beispiel einen regelmäßigen Geldeingang. Die genauen Entgelte stehen in der Entgeltinformation, die dir die Bank vor dem Abschluss geben muss.
Wie bekomme ich eine Prämie für ein neues Girokonto?
Die Bedingungen legt jede Bank selbst fest. Häufig musst du Neukunde sein, das Konto eine Zeit lang aktiv nutzen und einen Geldeingang oder Kartenzahlungen nachweisen. Lies die Bedingungen vor dem Antrag genau.
Wie funktioniert der Kontowechsel?
Du beauftragst deine neue Bank mit der gesetzlichen Kontowechselhilfe. Sie holt die Daten deiner Daueraufträge und Lastschriften bei der alten Bank, richtet sie neu ein und informiert auf Wunsch deine Zahlungspartner.
Ist mein Geld auf dem Girokonto sicher?
Guthaben sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einer festen Grenze je Kunde und Bank geschützt. Viele Banken gehören zusätzlich einem freiwilligen Sicherungssystem an.
Kann eine Bank mir ein Konto verweigern?
Ein normales Girokonto kann eine Bank ablehnen. Auf ein Basiskonto mit den grundlegenden Funktionen hast du als Verbraucher aber einen gesetzlichen Anspruch.
Rechtsgrundlagen
Abgeglichen mit dem amtlichen Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de.
- § 5 ZKG: vorvertragliche Entgeltinformation
- § 20 ZKG: Pflicht zur Kontowechselhilfe
- § 22 ZKG: Aufforderung an die alte Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen
- § 23 Abs. 1 Nr. 1 ZKG: alte Bank übermittelt Listen innerhalb von fünf Geschäftstagen
- § 24 Abs. 1 ZKG: neue Bank richtet Daueraufträge innerhalb von fünf Geschäftstagen ein
- § 31 ZKG: Anspruch auf ein Basiskonto
- § 8 Abs. 1 EinSiG: Deckungssumme 100.000 Euro
- § 504a BGB: Beratungsangebot bei dauerhafter Dispo-Nutzung
Wir erklären allgemein und vermitteln keine Verträge. Welcher Tarif zu dir passt, entscheidest du anhand deiner Angaben im Vergleich. Stand: Oktober 2026.